Gespräche mit dem neuen israelischen Militärattaché zum südlichen Bedrohungsszenario

US-HauptquartierZu einer tri-nationalen Begegnung der militärischen Art hatte die Frankfurter Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft  jetzt eingeladen: Mit insgesamt 60 (!) hochinteressierten Teilnehmern besuchte die AG ein Stück hessische Terra Incognita: USAREUR – das Hauptquartier der US-Armee in Europa auf dem Gelände des Flughafens Erbenheim vor den Toren Wiesbadens. Erkundet werden sollten die Bedrohungsszenarien, auf die sich das US-Militär in Wiesbaden einstellt. Der bedrückende Reigen reicht von den Ostgrenzen im Baltikum, Polen und Tschechien, wo  die Annektierung der Krim durch Vladimir Putin Sorgen bereitet bis zum Blick in den Süden. Die Erosion der Nachbarstaaten Israels, der einzigen Demokratie im Nahen Osten beobachten die Amerikaner ebenso intensiv wie die Aktivitäten des IS oder die Hilfsangebote der Russen an Syrien.

Im Mittelpunkt des Interesses der Besucher stand neben dem deutschen (!) Oberbefehlshaber General Markus T. Laubenthal der israelische Militärattaché Yoav Abergel, der eigens aus Berlin angereist war. Abergel, Kapitän zu See der israelischen Marine, hatte sein Amt wenige Tage vor dem Termin im amerikanischen Hauptquartier angetreten.

Mit einer Tour durch das Hauptquartier und den „situation room“, einer Besichtigung von Fluggeräten, der Fahrt durch die weitläufige Housing Area der Clay Kaserne und einem amerikanischen Abendessen, serviert vom italienischen Koch im „Little Italy“ hatte der Tag eine Reihe  von beeindruckenden Höhepunkten.