EAI_1Israel-Freundschaftsorganisationen aus derzeit 19 europäischen Ländern haben am Sonntag in Berlin die „European Alliance for Israel“ (EAI) gegründet. Die Gründungszeremonie fand in Anwesenheit von Aviv Shir-On, Direktor der Europa-Abteilung des israelischen Außenministeriums im zum Deutschen Bundestag gehörenden Paul Löbe-Haus statt. In dieser Stunde werde, nach zweijähriger Vorbereitung, eine, wie Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft formulierte, „bedeutende Stimme für die europäisch-israelische Freundschaft hörbar“.

 In einem ersten Zusammentreffen im Dezember 2013 konstatierten Israel- Freundschafts-Organisationen mehrerer Länder wachsenden Bedarf für

  • eine koordinierte Unterstützung Israels sowie der jüdischen Gemeinden in Europa. Dabei definierten die nationalen Verbände besonders nachstehende Probleme: Einen besorgniserregenden Anstieg von Antisemitismus in Europa
  • Eine zunehmend feststellbare Isolation Israels in Europa, nicht nur unter den politischen Handelnden, vielmehr auch in den europäischen Zivilgesellschaften
  • Eine Intensivierung der BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) mit dem Ziel, Israel zu dämonisieren Alarmiert von diesen Entwicklungen beschlossen die Freundschaftsorganisationen den Aufbau eines Netzwerkes, das für Frieden und Koexistenz stehen wird. Im Jahr 2014 wurden erste gemeinsame Aktivitäten umgesetzt und eine Struktur der Allianz geschaffen.

Wie der israelische Diplomat Aviv Shir-On anlässlich der Gründungszeremonie sagte, beinhalte die mit der israelischen Regierungsbildung zusammenfallende Gründung der europäischen Allianz für Israel in jeder Hinsicht die „Option zu einem neuen Start“ des europäisch-israelischen Dialogs. Auch der Bundestagsabgeordnete Volker Beck, zugleich Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe begrüßte die multilaterale Initiative für Israel und forderte, nicht defensiv zu arbeiten, sondern vielmehr Ideen für eine offensive Verbesserung der Beziehungen zwischen Israel und den europäischen Ländern zu entwickeln“.

Die European Alliance for Israel vereinigt 20.000 Israelfreunde aus 19 Ländern, unter ihnen zahlreiche Mandatsträger nationaler Parlamente und anderer Gebietskörperschaften. Die Mitglieder der EAI wählten auf ihrer Gründungsversammlung im Berliner Paul Löbe-Haus nachstehende Persönlichkeiten in den Vorstand:

Corina Eichenberger-Walter - Präsidentin
Nationalrätin, Anwältin, Vorsitzende der Vereinigung Schweiz-Israel

Charles Meyer
Anwalt, Vizepräsident der Gesellschaft France-Israel Alliance Général Koenig

Claudia Korenke
Journalistin, Vizepräsidentin Deutsch-Israelische Gesellschaft

Conrad Myrland
Generalsekretär Med Israel for Fred, Norwegen

Giovanni Matteo Quer
Dachverband der Vereinigungen Italien-Israe

Mihail Ionescu,
Generalmajor a.D., Präsident der Kultur- und Freundschaftsorganisation Rumänien-Israel

Dr. Wolfgang Paul, Botschafter i.R.
Österreichisch-Israelische Gesellschaft

Generalsekretär wurde Lukas Blum von der Gesellschaft Schweiz-Israel
Als unmittelbar bevorstehenden Schritt bezeichnete die EAI noch auf ihrer Gründungs-Konferenz das Vorgehen gegen den drohenden Ausschluss des israelischen Fußballverbandes aus der FIFA.