15. Dezember 2019 (17. Kislev 5780)

 Shalom!

Willkommen auf der Homepage der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Frankfurt am Main!

Wir sind eine von etwa fünfzig örtlichen Arbeitsgemeinschaften der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. Die DIG ist die bundesweit mitgliederstärkste binationale Organisation. Über 5.000 Mitglieder arbeiten in der DIG zusammen, um ihrer Solidarität mit dem Staat Israel und seinen Menschen Ausdruck zu verleihen.

Die Frankfurter Arbeitsgemeinschaft hat derzeit etwa 300 Mitglieder. Wir wollen durch unsere Arbeit, insbesondere durch unsere Veranstaltungen Land und Leute einer breiten Öffentlichkeit näherbringen. Insbesondere engagieren wir uns im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt am Main und Tel Aviv.

Unsere nächsten Veranstaltungen

 

Das Ergebnis der Parlamentswahl in Israel betrachtet der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V. (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, als „kompliziert und risikobehaftet“ für die weitere Entwicklung Israels.

Jerusalem/Berlin. Das Ergebnis der Parlamentswahl in Israel betrachtet der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V. (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, als „kompliziert und risikobehaftet“ für die weitere Entwicklung Israels.
Nach Vorliegen des vorläufigen Endergebnisses der gestrigen Parlamentswahlen zog DIG-Präsident Robbe ein erstes Resümee. Das Wahlergebnis insgesamt und vor allem der Stimmenzugewinn für den alten und vermutlich auch neuen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu könnten eigentlich nur diejenigen überraschen, die sich ausschließlich auf Medienstimmen verlassen hätten. Wie Robbe betonte, sei die Zahl der Wähler, die sich praktisch erst in der Wahlkabine entscheiden, ähnlich wie bei früheren Wahlen sehr hoch gewesen. Dies sei die Ursache für die Diskrepanz zwischen den Umfragewerten vor der Wahl und dem tatsächlichen Wahlergebnis. Anders als in vielen westlichen Demokratien sei die Wahlbeteiligung von knapp 70 Prozent bemerkenswert und als Beleg für eine lebendige Demokratie zu werten.

nabhängig davon sprach sich Robbe dafür aus, das Wählervotum zunächst einmal so zu akzeptieren, wie es sich unter Demokraten gehöre. Deshalb müsse dem Wahlsieger Netanjahu Respekt und Anerkennung für sein bisher bestes Wahlergebnis ausgesprochen werden. Es sei bezeichnend für die Voreingenommenheit gegenüber Israel von vielen Politikern in Mitteleuropa und auch in Deutschland, wenn sofort nach dieser Wahl alle möglichen negativen Szenarien an die Wand gemalt würden, obwohl jeder wisse, dass so manches Wahlkampfgetöse in der Regel nichts mit der konkreten Politik nach der Wahl zu tun habe.

benso könne man nicht die Augen davor verschließen, dass es jetzt viele Menschen nach der Wahl in Israel gebe, deren Stimmung sich zwischen Enttäuschung, Frustration und Hoffnungslosigkeit bewege. Alle Israelis, die fälschlicherweise auf eine Wechselstimmung gesetzt hätten, seien naturgemäß niedergeschlagen. Dies habe nicht zuletzt der israelische Staatspräsidenten Reuven Rivlin bereits vor der Wahl deutlich gemacht, als er vor einer „gespaltenen israelischen Gesellschaft“ gewarnt habe. Deshalb würden sich jetzt, so Robbe weiter, alle Hoffnungen darauf richten, dass sich die vernünftigen und um sozialen Ausgleich und friedliche Partnerschaft bemühten Kräfte in der jetzt zu bildenden Regierung durchsetzen könnten.

erade weil alles danach aussehe, dass Netanjahus rechtes Lager in Israel auch weiterhin den Ton angebe, müssten die besonderen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland genutzt werden, um auf allen relevanten Feldern der Politik eng und vertrauensvoll zusammenzuwirken. Und hierbei gehe es nicht um Dinge, wie Sympathie oder Antipathie, sondern um „nüchterne Sachfragen der Sicherheits- und Außenpolitik“. Der immer wieder zitierte Satz der Bundeskanzlerin, nach dem Israels Sicherheit Teil der deutschen Staatsräson sei, gelte auch nach der Wahl uneingeschränkt fort. Deshalb gebe es zu einer Fortsetzung der einzigartigen engen und freundschaftlichen Beziehungen beider Länder keine Alternative, unterstrich der DIG-Präsident in seiner Bewertung der Wahlergebnisse“.