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Freitag, 18. Mai 2012 (26. Iyar 5772)
Die jüngere Geschichte

Von den späteren Kriegen Israels war die Region Tel Aviv weniger betroffen als andere Teile des Landes, sodass man in Tel Aviv mehr als anderswo in Israel etwas wie Normalität empfinden kann. So kamen während des Libanon-Kriegs im Jahr 2006 zahlreiche Flüchtlinge in das relativ sichere Tel Aviv. Von den arabischen Terrorangriffen blieb aber auch Tel Aviv nicht verschont. Der erste schwere Terroranschlag ereignete sich am 19. Oktober 1994, als ein Hamas-Attentäter sich in einem Linienbus 21 Menschen mit sich in den Tod riss. Zu dem schwersten Anschlag kam es am 1. Juni 2001, als sich ein palästinensischer Selbstmordattentäter vor der Diskothek „Dolphinarium" in die Luft sprengte und 32 Jugendliche tötete und über 100 verletzte.

Traurige Berühmtheit erlangte Tel Aviv auch, als am Abend des 4. November 1994 der damalige Ministerpräsident Ithak Rabin nach einer Friedenskundgebung von einem israelischen Attentäter ermordet wurde. Zu seinem Gedenken findet noch heute jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung auf dem mittlerweile nach ihm benannten Platz statt.

Aber auch die Entwicklung Tel Avivs zur Metropole des Nahen Ostens ging weiter. 1965 wurde der Shalom Tower gebaut, der damals mit seiner Höhe von 142 m und seinen 34 Stockwerken das höchste Gebäude im Nahen Osten war. 1999 wurden die Azrieli Towers fertiggestellt, die das neue architektonische Wahrzeichen der Stadt sind.

Ebenso besann sich Tel Aviv seiner Geschichte. Zunächst wurde die Altstadt von Jaffa restauriert. So ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen der Stadt entstanden. Hervorzuheben ist auch die Sanierung des bereits angesprochenen Viertels Neve Tzedeks, die Ende der 1980er Jahre begann.

 
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