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Freitag, 18. Mai 2012 (26. Iyar 5772)
Die Zeit der Staatsgründung

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs suchten die UN eine Lösung für die Probleme in Palästina. Der Teilungsplan von 1947 sah die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates auf dem bisher unter britischem Mandat stehenden Gebiet Palästinas und die Schaffung eines internationalen Jerusalem vor. Nach dem Teilungsplan sollte Tel Aviv zum jüdischen Staat gehören, während Jaffa mit seinen etwa 70.000 arabischen Einwohnern eine Enklave des arabischen Staates bilden sollte. Auf jüdischer Seite fand dieser Plan Zustimmung, sodass sich am 15. Mai 1948, einen Tag vor dem Ablauf des britischen Mandats, die Jüdische Nationalversammlung in dem heute „Independence Hall" genannten Gebäude die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel verabschiedete und David ben Gurion den Staat Israel ausrief. Tel Aviv wurde die erste, wenn auch provisorische Hauptstadt Israels. Jedoch lehnten die arabischen Staaten den UN-Teilungsplan ab, und Ägypten, Syrien, Libanon und Irak griffen Israel. unmittelbar nach seiner Gründung an. Im Unabhängigkeitskrieg, der bis Anfang 1949 dauerte, konnte der junge Staat seine Position behaupten und sogar festigen. So gelang es Israel, wichtige Gebiete, darunter Westjerusalem und Jaffa zu annektieren. Als Folge des Unabhängigkeitskriegs verließ die Mehrheit der arabischen Bevölkerung Jaffas die Stadt.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde Westjerusalem - später ganz Jerusalem - zur Hauptstadt Israels erklärt und der Regierungssitz dorthin verlegt. Weil die Internationale Gemeinschaft diesen Schritt nicht anerkannte, sind die meisten Botschaften bis heute in Tel Aviv geblieben. 1954 wurden Tel Aviv und Jaffa zu der neuen Stadt Tel Aviv-Yafo vereinigt.

 
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