| Presseerklärung des Präsidenten der DIG zum Holocaust-Gedenktag am 27.01.2010 |
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Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr. h.c. Johannes Gerster, äußert sich anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27.01.2010.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wird am Holocaustgedenktag der israelische Staatspräsident im Deutschen Bundestag prechen. Shimon Peres, Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger, wird an Für die deutsch-israelischen Beziehungen, ja für die Aussöhnung zwischen Israel und Deutschland einzutreten. Im Gegenteil. Er wollte und will, dass dem Ungeist nationalsozialistischen Rassenwahns mit dem Geist der Humanität geantwortet wird, im deutsch-israelischen Verhältnis, aber auch zwischen den Völkern im Nahen Osten und speziell im Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern. Er ist ein Humanist und für den Frieden tätig. In Deutschland gibt es noch immer Antisemitismus, der sich unter anderem in einer zügellosen, unfairen, einseitigen Schuldzuweisung gegenüber Israel äußert. Ich rede nicht von der Kritik an einzelnen tagespolitischen Entscheidungen in Israel. Ich rede von der abgrundtiefen Ablehnung des Lebensrechtes der Juden in Israel. Diesen Antisemitismus gibt es von Rechtsaußen, von Linksaußen und aus den Kreisen moslemischer Zuwanderer.
Wir sollten Shimon Peres genau zuhören. Seine Mahnungen zum Holocaustgedenktag sollten für uns Anlass sein, zu erinnern, zu gedenken und zu handeln: Gegen jede Form des Antisemitismus, gegen einseitige und ungerechte |