| Aus persönlicher Betroffenheit: Oberst Ganor spricht zur Abkoppelung |
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Die Bestuhlung im Frankfurter Presseclub reichte nicht aus, als - mitten in der Sommerpause, aber aus hochaktuellem Anlass - die Arbeitsgemeinschaft zu einem Vortrag über die Gaza-Abkoppelung lud. Nahezu 70 Gäste, die auch von außerhalb anreisten, wollten sich - 13 Tage vor dem offiziellen Datum der Räumung des Gaza und von vier Siedlungen im Westjordanland - über die aktuelle Lage informieren.
Beruflich kompetent als ehemaliger Militärattaché und Oberst der Reserve und persönlich betroffen, nicht zuletzt als Vater eines Sohnes im aktiven Militärdienst in Israel, beeindruckte Referent Itzchak Ganor, vielen bekannt als Hauptdelegierter des Jüdischen Nationalfonds, die Zuhörer zutiefst.
Ganor, der sich als kein Anhänger von Ministerpräsident Scharon bezeichnete, beschrieb andererseits die bisherige (Stichtag: 2. August) friedliche Durchführung der Räumung unter der Ägide des Regierungschefs als "Wunder". Als Gewinn aus der Abkoppelung definierte Ganor für Israel die Sicherheit der 8.500 Siedler, das Freiwerden der Schutz- und Streitkräfte, die freie Bewegungsmöglichkeit für die Palästinenser und den international anerkannten politischen Gewinn für das Land. Abschließend gab Itzchak Ganor der Hoffnung Ausdruck, dass sich auch die Hamas nach dem Abzug auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen werde: Sie wurde gegründet als zentrale Wohlfahrtsstelle der Palästinenser. Claudia Korenke |
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