Die "Israel Nachrichten" ist die einzige deutschsprachige Tageszeitung in Israel. Wir verüffentlichen in loser Folge Artikel von Interesse.
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Nichts ist schwieriger in Israel als eine Meinung zu äußern, einen Standpunkt zu vertreten, einen Beschluss zu fassen und schon gar ihn durchzuführen. Der Israeli lebt ständig zwischen Höhenflug und Depression, zwischen Euphorie und Verzweiflung. Es geht ihm am besten, wenn er Augen und Ohren vor der Tagespolitik verschließt und sich in einen engen Privatkreis zurückzieht. Außer natürlich es geht ihm auch dort schlecht.
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Bis Sommer 2005 sollen etwa 700 km Zaun, Betonmauern und Stacheldrahtverhaue Israel vom Westjordanland trennen. Seit Juni 2002 sind etwa 120 km fertiggestellt worden, entlang der "grünen Linie" (Waffenstillstandslinie von 1949). Das Bollwerk zieht sich vom Norden bis in die Gegend von Tel Aviv. Weil die Einbeziehung der Siedlerstadt Ariel umstritten ist, wurde ein "Loch" gelassen.
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Die neue Trumpfkarte, die Ministerpräsident Ariel Scharon in dieser Woche ausspielte, hat zweifellos alle Mitspieler am Kartentisch zutiefst überrascht. Aber sie sind noch lange nicht geschlagen. Scharon hat sich bloß wieder einmal als Meister des Polit-Pokers bewiesen.
Aber er hat noch nicht gewonnen.
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Nicht von ungefähr sagte Jitzchak Rabin, dass die Siedlung Netzarim für uns unnötig wie ein Kropf ist. Netzarim ist unmittelbar an der Peripherie der vollends übervölkerten Großstadt Gaza gelegen und ist von allen Seiten eingekreist. Netzarim ähnelt einem Pfahl, der in einem Ameisen- oder Termitenhaufen eingerammt worden ist, einfach so - zum Trotz, als Herausforderung.
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Ausgerechnet einen Tag vor dem Jahrestag des unseligen 11. September 2001 hat der Terror in Israel wieder zugeschlagen. Beide kommen aus derselben Weltgegend im Geist, wenn man die Geographie des Terrors psychologisch global betrachtet.
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