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Freitag, 18. Mai 2012 (26. Iyar 5772)
Gegen Rassismus, Radikalismus, Antisemitismus - DIG fordert wirksame Bildungspolitik

Politische Bildungsarbeit gegen Intoleranz und Gewalt, die in Deutschland das Alltagsgeschehen erreicht haben" forderte jetzt Dr. Johannes Gerster, neuer Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) anlässlich der konstituierenden Sitzung des soeben gewählten Präsidiums der DIG im Berliner Reichstag.

Es vergehe, so Gerster, kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo in Deutschland radikale Ausschreitungen, rassistische Pöbeleien, Gewalt sowie antisemitische Äußerungen beklagt werden müssten. Die Bildungspolitik, so der Präsident der größten bilateralen Vereinigung Deutschlands, erreiche viele Jugendliche nicht mehr. "Es ist hohe Zeit, umzusteuern".

Auch Medien, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Sozialeinrichtungen seien aufgefordert, sich am Dialog über eine zeitgemäße politische Bildung, die auch sogenannte "Randgruppen" erreiche, zu beteiligen.

An die Stelle wohlfeiler Forderungen wie die eines ungesicherten Parteienverbotes müsse die Unterstützung für Eltern und Bildungseinrichtungen treten, um "mit jungen Menschen wieder ins Gespräch zu kommen."

Die DIG fordert, dass Bund und Länder in einer zentralen Konferenz Modelle für politische Bildungsarbeit erarbeiten, mehr Mittel für die Freizeitgestaltung sozialer Randgruppen ausweisen und entsprechende Programme zentral umsetzen. "Wir müssen endlich Sonntagsreden durch wirkungsvolles Handeln ersetzen", so Gerster.

In der Deutsch-Israelischen Gesellschaft engagieren sich nahezu 5000 Mitglieder in 48 Arbeitsgemeinschaften. Vertreter dieser Gemeinschaften und die Parteien des Bundestages gehören dem Präsidium der DIG an.

 
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