| "Nach der Wahl ist vor der Wahl" |
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Die FolgenBleibt alles im wesentlichen wie bisher, dann sind die Folgen für alle Beteiligten furchtbar: 1. In Israel und den immer wieder besetzten Autonomiegebieten werden am Ende dieses Jahrzehnts mehr Araber als Juden leben. Wie will israelische Politik dann darauf reagieren, wie den jüdischen Charakter des Staates wahren? Eine Pseudo- Autonomie der Palästinenser auf einem zerstückelten Terrain oder, wie es Avi Primor ausdrückt, ein "Bantustan" nach dem Vorbild des Apartheid - Regimes unseligen Angedenkens löst keines der anstehenden Probleme und verschärft jedes von ihnen. Dies wäre wohl auch das Ende der israelischen Demokratie, wie wir sie heute kennen. Eine groß angelegte Vertreibung der Palästinenser ist so aberwitzig, dass sie ernsthaft nicht in Betracht zu ziehen ist. Eine Gleichstellung der Palästinenser mit den in Israel lebenden Arabern aber müsste den jüdischen Charakter des Staates zerstören. 2. Es wäre eine Illusion darauf zu hoffen, dass die israelischen Araber (über eine Million!) einer Perpetuierung des gegenwärtigen Zustandes gleichmütig zusehen würden. Bereits jetzt mehrt sich dort die Unruhe. Ich bin Chairman des Board of Governors der Universität Haifa. Wir haben Tag für Tag mehr als 2.200 arabische Studenten auf dem Campus - der größte Treffpunkt von Juden und Arabern irgendwo auf der Welt. Und so weiß ich ein wenig, wovon ich rede. 3. Die Rückwirkungen einer dem Grunde nach fortbestehenden Unsicherheit, Terrorattentate inklusive, auf die wirtschaftliche und soziale Lage in Israel würden verheerend sein. Alle israelischen Politiker und Beobachter wissen also, dass sich etwas ändern muss. |
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