| "Pack schlägt sich" |
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Ein Beitrag vom früheren Präsidenten der DIG, Prof. Manfred Lahnstein, zur Lage in Israel mit dem Untertitel: Friedensappelle bei islamistischer Zerstörungswut? Wir sollten mit dem Träumen aufhören"
Das ist die Realität dieser Tage:
Heute ist es schlimmer als jemals zuvor. Ein unentwirrbares Gemisch aus „Sicherheitskräften", Clans und Verbrecherbanden hat ein komplettes Chaos angerichtet. Al Quaida lässt grüßen, und ein Ende der Raketenüberfälle auf israelisches Gebiet ist nicht in Sicht. Der vor langen Wochen entführte BBC - Korrespondent Alan Johnston ist immer noch nicht frei, und dem vor knapp einem Jahr gekidnappten israelischen Soldaten geht es nicht anders.
Seither tobt dort der Kampf. Unter den Getöteten befand sich auch Saddam el-Hadjib, einer derjenigen, die noch im letzten Jahr versucht hatten, in Deutschland über Bombenattentate ein Blutbad anzurichten. Es fanden sich aber auch Terroristen aus dem Yemen und Bangladesh, offenbar willkommene Gäste im Palästinenserlager. Die Hilfsfahrzeuge der UNRWA gerieten ins Kreuzfeuer, und das Rote Kreuz hatte nur wenig Zeit, sich um Opfer zu kümmern. 400.000 Menschen leben in den Lagern im Libanon. Die ganz große Mehrheit von ihnen sind die Kinder, die Enkel und die Urenkel derjenigen Palästinenser, die Israel während und nach dem arabischen Angriffskrieg 1948/1949 verlassen haben. Und dennoch reden wir immer noch über „Flüchtlinge". Aber das ist ein Thema für sich. In Wirklichkeit wird im Libanon zumindest ungewollt das Geschäft der Hizbollah betrieben. Die bleibt weitestgehend unbehelligt, UN-Resolutionen hin oder her, hält das Pulver trocken, rüstet auf und wartet auf die nächste Gelegenheit zum Losschlagen.
Das sind die Realitäten. Wir sollten uns die erbärmlichen Beschönigungsversuche von Politikern, Medienleuten, Institutsleitern und anderen Gurus endlich verbitten. Diese Wirklichkeit lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Auf absehbare Zeit werden wir im Nahen und Mittleren Osten nicht mit geordneten Verhältnissen rechnen können, von Frieden ganz zu schweigen. Und deshalb muss unsere Solidarität mehr als jemals zuvor den Israelis gelten. Sie sind die einzigen, die sich den erwähnten Realitäten stellen müssen, denn für sie geht es ums Überleben. Dahinter haben alle der „political correctness" geschuldeten Feinsinnigkeiten zurückzutreten. Über israelische Beiträge zu einem wie immer gearteten „Friedensprozess" sollten wir erst dann wieder reden, wenn es dafür wirkliche Partner gibt. Die sind derzeit weit und breit nicht in Sicht. |
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